|
AUTOR: Jenny
~ Kapitel 21 ~
~ Spike's Point Of View - Angel's Point Of View
~
Ich kann mich nicht mehr erinnern wie viele Male er in mich eingedrungen ist. Ich kann den einen Akt nicht mehr von dem anderen unterscheiden. Es ist inzwischen Tag geworden und ich bin alleine. In meinem Kopf macht sich ein Hämmern breit. Seit mehr als zwei Jahrhunderten hatte ich keine Kopfschmerzen mehr und diese Kopfschmerzen hier sind wirklich… schlimm. Mir ist übel und ich fühle mich irgendwie orientierungslos. Ich weiss, dass er auf mich wartet. Ich weiss, dass wir gleich anfangen werden zu streiten. Ich weiss all das, aber dennoch habe ich keine Ahnung woher ich dieses Wissen habe. Und woher kommt dieses andauernde Flüstern, das ich irgendwo in der Ferne höre? Es ist gerade weit genug entfernt, dass ich nicht einmal mit meinem Vampirgehör irgendwelche Wortfetzen verstehen kann. Es klingt, wie weiche, melodische Mädchenstimmen. Ich lehne mich auf das Bett zurück und genieße den Luxus nicht aufstehen zu müssen. Keine Entscheidungen fällen zu müssen. Ich habe das wirklich merkwürdige Gefühl, dass in dieser Welt Entscheidungen nicht in meinen Verantwortungsbereich fallen. Hier werden Entscheidungen für mich gefällt, irgendwo, ganz woanders. Ich werde schon wieder hart. Die Wärme des Bettes und der Geruch unserer Erregung, der noch immer in den Bettlaken hängt, das wunde Gefühl, das sein Körper in meinem verursacht hat… all das bringt mich erneut in Wallung. Ich fasse suchend unter das Bett und ergreife eine Zeitschrift von der ich weiss, dass sie sich dort befindet. Ich glaube, dass ich all diese Bilder schon einmal zuvor gesehen habe, aber ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern wo. Ich fühle wie ich beinahe schon wieder einschlafe aber das flackernde Licht der Kerzen hält mich wach. Aber es gibt hier gar keine Kerzen. Ich will einschlafen. Ich will einfach nur meine Ruhe. Ich will, dass all dies hier nicht mehr so ist, wie es ist. Als ich erwache bin ich am Verhungern. Mir ist unglaublich übel weil mein Magen so leer ist. Vielleicht werden auch all diese Stimmen endlich verschwinden, wenn ich endlich etwas zu mir nehme. Ich gehe nach unten ins Wohnzimmer wo er auf mich wartet. Er hat Blut, aber ich wusste schon vorher, dass es so ist. Ich lehne mich an die Theke und hole das Magazin hervor. Ich muss das tun, denn es ist das, was ich an dieser Stelle im Drehbuch jedesmal tue. Als er zu mir herüberkommt lehnt er sich gegen mich. Er nimmt mich, genau dort, gegen das harte Holz. Es ist das was er jedesmal tut. Es ist das was wir schon immer getan haben. Ich glaube ich habe ihn verärgert. Er wollte, dass ich aufräume, aber ich habe das Gefühl gleich sterben zu müssen. Mir ist wirklich unglaublich schlecht. Ich will einfach nur zurück ins Bett, und das obwohl ich eben erst aufgestanden bin. Ich kann diese furchtbare Fessel um mein Handgelenk spüren. Es ist, als ob ein festes, enges Band in meine Haut einschneidet. Inzwischen sind die Stimmen in meinem Kopf permanent. Mir ist schwindelig. Mir ist schlecht. Und er verlangt von mir, dass ich Sperma vom Boden aufwische. Ich weigere mich genau wie ich es immer an dieser Stelle tue und er erledigt das Ganze für mich. So wie er es jedesmal tut. Nichts verändert sich. Es ist ein genau vorgefertigtes Skript, dem wir einfach nur immer und immer wieder folgen müssen. Er verlangt nun von mir, dass ich aufstehe. Ich will nicht. Ich weiss ganz genau was passieren wird, wenn wir nach draußen gehen. Aber ich weiss nicht, wie ich das alles aufhalten soll. Wir treffen auf die Vampire. Ich kämpfe. Er kämpft. Nichts anderes zählt. Er und ich, zusammen bis in alle Ewigkeit. Aber in dem Moment, als ich mich umdrehe um ihm all dies zu sagen, ist er plötzlich verschwunden und ich bin hier. ~*~*~*~ Oh. Er hat nie erwähnt, dass es Sunnydale war. Er hat nie erwähnt, dass es der Friedhof war. Auch diese Bank hier hat er niemals erwähnt. Ich glaube, ich habe schon mehr als hundertmal auf dieser kalten, feuchten Bank gesessen während ich gemeinsam mit Buffy auf Patrouille war. Aber noch nie zuvor saß ich hier als Mensch. Denn obwohl ich in meinem Kopf noch immer ich selbst bin, stecke ich in einem menschlichen Körper. Er sieht wie mein Körper aus, allerdings ist er menschlich. Und er fühlt sich auch nicht wie mein Körper an. Ich fühle mich allerdings noch wie ich selbst. Aber ich scheine nur beschränkte Kontrolle zu haben. Irgendwie fehlt mir jeglicher Bezug. Es ist wirklich merkwürdig. Kein Wunder, dass Spike so durch den Wind war, als er zurückkam. Dieser Ort hier ist wirklich… merkwürdig. Und wo ist Spike? Er sollte hier sein. Er ist immer hier. Ahh, ja genau, da ist er ja. Ich muss jetzt sprechen. Was muss ich sagen? Ich sage jedesmal dasselbe. Und dann können wir gemeinsam zu Giles' Haus gehen. Ich mag diese Stelle. Denn ich war früher selbst einmal ein Sire. Glaube ich jedenfalls. Ich glaube, dass ich mir früher einmal über das Sonnenlicht und über den Tod Gedanken machen musste. Aber jetzt muss ich das nicht mehr tun. Ich glaube, jetzt sind wir unterwegs zu Giles' Haus. Denn dort gehen wir immer hin. Wir gehen zu Giles. Wir machen das jedesmal. Ich muss warten bis er betrunken ist. Denn dann kommt er zu mir. Die Stimmen in meinem Kopf sind nun lauter geworden. Sie sagen mir irgendetwas, das ich nicht hören kann. Die Fessel um meine Hand ist inzwischen so eng, dass ich glaube, dass ich blaue Flecken davontragen werde. Allerdings kann ich nichts dergleichen sehen. Rein ins Bett, raus aus dem Bett. Alles verschwimmt zu einer unkenntlichen Masse. Es sind nur wir zwei – er und ich. Aber ich will nicht nach draußen gehen. Wenn wir weggehen, dann weiss ich, dass er nicht mehr da sein wird. Aber wir gehen trotzdem, weil wir das immer tun, und weil er mein Sire ist und ich sein Childe. Und die Stimmen in meinem Kopf sind so laut. Ich sage ihnen, dass ich liebe, aber dass ich nicht verstehe. Aber ich liebe offenbar nicht genug, denn als ich mich zu ihm umdrehe, um ihm zu sagen, dass ich ihn liebe, ist er nicht da und ich bin hier. Und er hat nie erwähnt, dass es Sunnydale war. Er hat mir nie gesagt, dass es in Sunnydale passiert ist, aber er wird bald hier sein und dann wird er mir sagen können, was ich zu tun habe, denn er ist mein Sire und ich bin sein Childe. Er war schon immer mein Sire und ich bin schon immer sein Childe gewesen. Auch wenn ich das jetzt im Moment nicht bin. Aber ich bin es doch, denn ich war dort und er war dort, aber dann war ich hier und er hat nie erwähnt, dass es Sunnydale war. Er hat mir nie gesagt, dass es in Sunnydale passiert ist, aber die Stimmen sagen mir, dass es gar nicht wirklich Sunnydale ist. Aber ich weiss, dass es so ist. Den er ist mein Sire und ich bin sein Childe. Und er will nach draußen gehen, aber ich will nicht. Denn Liebe ist das Einzige was zählt. Und er will weglaufen um den Kampf zu vermeiden, aber ich will nicht. Denn Liebe ist das Einzige was zählt. Und ich kämpfe gegen die Vampire. Denn Liebe ist das Einzige was zählt. Und als ich mich zu ihm umdrehe, um ihm zu sagen, dass Liebe das Einzige ist, was zählt, strecke ich meine Hand aus und ziehe ihn fest an mich. Ich presse ihn fest an meinen Körper. Ein Körper, ein Armbrustpfeil. Denn Liebe ist das Einzige was zählt. Und ich liebe ihn. ~*~*~*~ Ich bin zurück. Ich bin in meinem Bett. Ich halte Spike fest in meinen Armen. Er ist wieder vollkommen und perfekt. Und er sieht mich an. Ich lache nicht sehr oft und ich bin auch nicht unbedingt geübt darin zu lächeln, aber jetzt gerade tue ich beides auf einmal. Zumindest versuche ich es so gut ich kann, während ich ihn mit einem Drang und einer Leidenschaft küsse, nach der ich mich bereits seit dem frühen Morgen gesehnt hatte. Himmel, er ist so… blass. Er muss unbedingt essen. Ich frage mich, womit ich anfangen soll ihn zu füttern. Ich presse meine Zunge in seinen Mund und küsse ihn lange und leidenschaftlich. Ich will jede noch so winzige Stelle schmecken und erforschen. Er versucht sich von mir zurückzuziehen und wirft mir mit den Augen verzweifelte Blicke zu. Als ich ihn endlich loslasse, hüstelt er und es klingt peinlich berührt. "Ähm… das sind nur Bindungs-Rituale zwischen zwei Vampiren, nicht wahr? Sire." Noch immer sieht er verlegen zur Seite. Oh bitte. Ich will jetzt wirklich nicht meinen Kopf drehen müssen um zwei Angestellte, einen Wächter und zwei jugendliche Hexen vorzufinden, die mich *dabei* beobachtet haben. Bitte. Oh. "Hallo ihr alle. Wir sind wieder da." "Das haben wir bemerkt, Angel. Vielen Dank, dass du dieses intensive, visuelle… Schauspiel mit mir geteilt hast. Es ist genau das, was ich gebraucht habe, nachdem ich den ganzen Weg von Sunnydale hierher gefahren bin um anschließend auch noch einen komplizierten Zauber zu sprechen. Ja, vielen Dank, dass du all das mit mir geteilt hast, Angel." Ich kann nicht widerstehen. Die Tatsache, dass ich Spike endlich wieder in meinen Armen halte lässt mich auch noch das letzte bisschen Zurückhaltung verlieren. Ich bin wie im Rausch, völlig außer Kontrolle. "Wenn man es genau nimmt, haben wir sogar noch eine ganze Menge mehr mit dir geteilt, Giles." Ich stupse Spike verstohlen mit dem Ellbogen in die Rippen. Er weiss sofort worauf ich hinaus will. "Oh. Yeah. Erdbeeren, Liebes. Wir haben deine Vorliebe für Erdbeeren geteilt." Giles sieht uns verwirrt an, aber ein fast unmerkliches Zögern ist in seinem Verhalten spürbar. "Oh, und heiße, pochende Glieder und einen Lustpunkt." Oh, Spike hat das hier wirklich drauf. "Immense Geschosse aus sahnigem Sperma außerdem, Kumpel. Vergesst mir bloss nicht die Sahne." Ich pruste los, ich kann nicht anders. Das Gesicht von Giles zeigt uns, dass er langsam beginnt zu verstehen. Spike hilft mir auch nicht gerade dabei die Fassung zu wahren. Er wälzt sich auf dem Bett hin und her und kichert vor sich hin. "Spar dir also lieber deinen Vortrag, Giles. Aber vielen Dank dafür, dass du uns geholfen hast. Ich meine das wirklich ernst. Vielen, vielen Dank." Oh Gott. Ich muss schon wieder loslachen. "Wir werden auch für das Zeug, das wir gemopst haben, aufkommen." Ja – das bringt das Fass nun endgültig zum Überlaufen. Ich muss so sehr lachen, dass ich nach Atem ringe, und ich kriege dennoch keine Luft weil ich einfach zu sehr lachen muss. Als sich die Menschen endlich hastig ins Wohnzimmer zurückziehen lasse ich mich auf den Rücken fallen. Spike legt seinen Kopf auf meinen Bauch und blickt mit mir gemeinsam an die Decke. "Warum waren sie hier? Was ist hier passiert, Angel?" "Keine Ahnung." "Oh. Und warum sind wir mit meinem Gürtel aneinander gebunden?" "Keine Ahnung. Und es ist mir auch scheißegal." "Oh. Nun gut. Und wirst du den Gürtel auch irgendwann wieder lösen um mich loszulassen?" "Nope." "Oh. Und wirst du wenigstens irgendwann damit aufhören mich nachzuäffen?" "Ähm… nee!" "Angel. Halt's Maul und popp mich." Mit Vergnügen. Und wenn schon? Und wenn ich flüstere 'Lass mich in deinen roten, heißen Tunnel eindringen', während ich in seine enge, heißersehnte Öffnung stoße? Und selbst wenn ich sein Lachen in Stöhnen verwandle und ihn dazu bringe immer und immer wieder meinen Namen zu rufen? Und selbst wenn er später Tränen lacht, nur weil ich ihn frage ob ich seinen Lustpunkt gefunden habe? Und selbst wenn ich 'Moon-Shot, the eagle has landed' murmle, während ich meinen kühlen Samen in heftigen, kurzen Stößen in ihm vergieße? Ich hab' schließlich jedes Recht dazu, nicht wahr? Denn obwohl wir gelernt haben alles miteinander zu teilen… den Kampf, die Arbeit, die Menschen, den Schmerz und unser Leben… so haben wir jetzt letztendlich auch noch das Allerwichtigste gelernt. Wir haben gelernt Spaß und Gelächter miteinander zu teilen. Denn im Grunde genommen ist alles andere unbedeutend. Alles bis auf dies hier. Alles bis auf Liebe, die so tief geht, dass du bereit bist dich selbst zu teilen. Liebe, die so tief geht, dass du bereit bist dich selbst zu teilen.
"Buffy the Vampire Slayer" and "Angel"
TM and © Fox and its related entities. All rights reserved. Any reproduction,
duplication or distribution of these materials in any form is expressly prohibited.
This web site, its operator and any content on this site relating to "Buffy
the Vampire Slayer" and "Angel" are not authorized by Fox. "Buffy
the Vampire Slayer", "Angel" and its characters, artwork, photos,
and trademarks are the property of Twentieth Century Fox, Joss Whedon, Mutant
Enemy, and/or the WB Television Network. The webmaster is not affiliated in
any way with the aforementioned entities. The information on this and adjoining
pages is provided solely as an entertaining resource. No copyright infringement
is intended nor implied.
The layout, HTML-sourcecode and all non "Buffy The Vampire Slayer" or "Angel" related graphics are copyright 2005 Bold-and-Naked. They may not be distributed and/or published without permission. All other graphics are copyright 20th Century Fox Television and the WB Television Network. |