AUTOR: Jenny
WEBSITE: Love That Dares
ÜBERSETZUNG: liv
GENRE: Romantik, Angst, Drama, Smut, Bloodplay
FREIGABE: NC-17 / ab 18
SETTING: BtVS Season 6 - ungefähr zu Zeiten von "Tabula Rasa"
INHALT: Willow hat von Buffys und Spikes Verhältnis erfahren und spricht einen Zauber, der Angel zurück an Buffys Seite bringen soll. Allerdings wirkt ihre Magie anders als beabsichtigt und Spike und Angel müssen sich mit den Konsequenzen ihrer Vergangenheit und mit ihren Zukunftsängsten auseinandersetzen.
KOMMENTAR: Angelus ist Spikes Sire. Dies hat er zumindest in "School Hard" gesagt und wir glauben ihm das jetzt einfach mal so.

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As It Was, So Shall It Be
by Jenny



~ Teil 16 ~


Mit einem grimmigen Kopfnicken rannte er nach oben in sein Zimmer, holte Schreibpapier und Stift heraus und setzte sich auf sein Bett. Er nahm sich nicht einmal wie sonst die Zeit seine Gedanken zu ordnen, oder zu planen was er eigentlich sagen wollte, sondern er schrieb schnell und mit einer Leidenschaft, die er selten zuvor in Worte gelegt hatte.


Okay, du Bastard, Du hast gewonnen. Ich hab’ Dich alleine fahren lassen, und jetzt sitze ich hier und muss das ganze Wochenende ohne Dich totschlagen. Ich hatte auch ein paar lustige Sachen geplant… und sie waren nichtmal alle horizontal (oder vertikal mit Stößen, wenn man es so nimmt) (obwohl, zugegeben, die meisten davon waren es).

Also, wie wäre es, wenn Du den Chip durchchecken lässt, und einfach früher wieder hierher kommst, hey? Warum kommst Du nicht einfach wieder am Donnerstag? Vielleicht schaffen wir es ja diesmal, uns von Cordelia & Co fernzuhalten, so dass wir den Laden einfach für drei komplette Tage dichtmachen können. Das wäre doch gut, oder?

Mein Bauch ist schon wieder völlig verheilt. Jetzt, wo ich hier sitze, kann ich nur noch eine dünne rote Linie erkennen, wo dieses Ding mich erwischt hat. Vampir-Heilkräfte. Allerdings hatte ich doch gehofft, dass Du da sein würdest, um mich liebevoll zu pflegen. Vielleicht hättest Du die Narbe ein Weilchen lecken können. Was meinst du? Denkst Du, das hättest Du hinbekommen?

Was war der Eindruck, denn Du heute von meinen Menschen hattest? Sie sind ziemlich gut, oder? Ich hab zwar nicht mehr mitbekommen, wie wir das Ding letztendlich getötet haben, aber ich erinnere mich daran wie Fred einen Flammenwerfer in der Hand hielt und Wes eine ziemlich große Axt schwang.

Ich erinnere mich an keine Menschen aus der Vergangenheit, Du vielleicht? Manchmal habe ich das Gefühl, als ob diese Seele für mich die Zeit verlangsamt hätte. Plötzlich wirken Menschen nicht mehr wie bedeutungslose winzige Wimpernschläge eines unsterblichen Auges. Jeder Tag hier mit ihnen ist schön. (Zumindest wenn man diese merkwürdige Höllenschlund-Definition von "schön" zugrunde legt, schätze ich)

Habe ich sie in meinem Brief an Dich gut beschrieben? Magst Du sie? Denkst Du, Du könntest sie auch irgendwann lieben… wenn Du hier lebst? Ich sage hier absichtlich "wenn", denn ich habe gehört, dass, wenn man etwas oft genug als Tatsache betont, es dann irgendwann auch wahr wird.

Wäre es nicht toll, wenn Du die ganze Zeit über hier wärst? Klar, wir hätten dann zwar keinen explosiven "Yey, es ist Wochenende"-Sex mehr, aber hey, wir könnten ja explosiven "Yey, es ist Dienstag"-Sex einführen. Oder explosiven "Yey, es ist ein Tag mit einem ‚t’ im Namen"-Sex.

Schau… was ich versuche Dir hier zu sagen, Spike, ist folgendes: Ich glaube ich habe es (uns) so langsam durchschaut. Ich glaube ich habe verstanden, wie wir endlich mit dem klarkommen können, was wir fühlen.

Ich bin Dein Sire und, weißt Du, alles was daran für mich von Bedeutung ist, ist die Sache mit Willows Zauber. Wenn ich nicht Dein Sire gewesen wäre, dann hätte sie mich vor ein paar Wochen nicht mit diesem Zauber zu Dir zurückbringen können. Wenn ich vor ein paar Wochen nicht zu Dir zurückgekommen wäre, dann wäre ich noch immer hier. Wir wären einander fremd, und ich würde Dich hassen und mich vor Dir fürchten. Da, siehst du, ich habe es gesagt… ich habe es zugegeben. Ich habe mich vor Dir gefürchtet. Du hattest die Macht, mich vor all denen niederzumachen, die ich so verzweifelt zu beeindrucken versuchte. Das hast Du immer mit mir gemacht. Ich habe niemals ein Spiegelbild gebraucht, denn Du warst immer da, mein Spiegel, der mir all meine Überheblichkeiten aufzeigte. Ich erinnere mich, wie ich Dir einmal sagte, dass das Töten eine Kunst wäre. Dass Geschick das wäre, was die Kunst des Tötens ausmachte. Wie hast Du damals über diese pompösen Worte gelacht.
Und plötzlich warst Du da, in Sunnydale. Und ich wusste, was Du über mich wusstest und was wir in der Vergangenheit getan hatten. Und ich hatte Angst. Kannst Du dir Buffys Gesicht vorstellen, wenn Du ihr gesagt hättest, was ihr baldiger Freund mit Dir noch vor hundert Jahren angestellt hat? Yeah, wirklich toll.

Und diese Angst vor Dir kam mit mir hierher nach L.A. Hier hatte ich sogar noch mehr zu verlieren. Als ich daher meine Hand nach Dir ausstreckte, um Deinen Rücken zu streicheln, war es nicht wegen den Dingen, die ich Dir als Angelus angetan hatte. Es war, weil ich plötzlich erkannte, dass es mir egal war, was diese kurzlebigen Menschen über mich, über uns, dachten. Okay, ich hab es fast sofort wieder verbockt, als Buffy uns erwischt hat, aber ich bin nunmal ziemlich gut was Gefühlsangst betrifft. Erinnerst Du Dich, es ist meine beeindruckenste Leistung der letzten dreihundert Jahre.

Aber warum muss ich Dir all das in einem Brief sagen, Spike? Komm früher wieder, ja? Lass es mich Dir persönlich erklären.

Was sagst Du dazu?

Donnerstag?

Oder vielleicht noch früher?

Und sag mir bitte Bescheid, was deine Freaks herausgefunden haben, sobald du es weißt.


Angel verschloss diesen völlig unbefriedigenden Brief und ging nach unten, um ihn in den Ausgangskorb zu legen. Er hatte nichts von all den Dingen geschrieben, die er wirklich sagen wollte. Es war ihm unmöglich gewesen, seine Gefühle für Spike in Tinte niederzuschreiben. Er konnte nur hoffen, dass Spike es schaffen würde, all dies zwischen den Zeilen zu lesen.

Als Spikes Antwort ankam, war sie nicht wirklich das, was sich Angel erhofft hatte.


Ich war nicht bei den Freaks. Macht keinen Sinn. Der verdammte Chip ist was er ist. Er war ohnehin nicht der Grund, weshalb ich früher gefahren bin, und das hast Du vermutlich schon gemerkt.

Sorry, Kumpel, aber das hier mit uns funktioniert für mich einfach nicht. Ich habe Deinen Brief gelesen, mit all den Rührseligkeiten drin, blah, blah, blah. Hey, Angel, Du solltest wirklich langsam mal anfangen zu leben. Du denkst über diesen ganzen Scheiß immer viel zu genau nach. Es war nur Sex. Ich konnte hier keinen kriegen, dann kamst Du daher, da hab' ich halt Dich gevögelt… mach nicht mehr draus als es war. Ich wollte einfach nur ein bisschen herumexperimentieren… schließlich sind wir hier ja in Fucking Kalifornien. Ich wollte wissen, wie es ist, einen Mann zu poppen, und ich wollte, dass es ein hübscher ist, wenn Du verstehst was ich meine. Und schließlich hattest Du nichts, was ich nicht schon vorher mal gesehen hatte… das ist immer gut für den Anfang, nicht wahr? Aber das war’s von meiner Seite. Das alles ist mir viel zu poofig… Ich bin kein verdammter Poof, ich bin ein Dämon. Keine Liebe, keine Komplikationen. Es tut mir leid, wenn Du dachtest, dass es mehr wäre. Ach komm schon, Angel… Du kennst mich doch. Du musst doch gemerkt haben, dass ich das alles nur gespielt habe.

Ich denke die Hexe hat ihre Sache besser gemacht, als sie selbst vermutet hat. Wie es war… Ich bringe uns dorthin zurück, wo wir waren, bevor sie diesen verdammten Zauber gesprochen hat. Du bleibst in L.A., ich bleibe hier. Oh, und bitte denk dran, dass Dich der Riegel ab sofort draußen vor der Türe halten wird.
Komm’ nicht hierher, Du bist nicht willkommen.

Bleib mir einfach vom Leib, Angel.

Wie es war, so soll es sein.


Spike erwartete nicht wirklich eine Antwort auf diesen Brief, aber sicherheitshalber verließ er für einige Tage die Stadt, um zu vermeiden, dass er doch eine erhielt. Aus irgendeinem Grund hegte er die absurde Hoffnung, dass, wenn er nicht in Sunnydale war, auch keine Post an ihn zugestellt werden konnte. Daher war er sehr verärgert, als ihm nach seiner Rückkehr im Zauberladen ein Brief erwartete. Er nahm ihn mit an seinen üblichen Platz in der Gasse und holte sein Feuerzeug hervor. Er ließ die beruhigende Flamme einige Male aufflackern und hielt sie nahe an die Unterkante des Umschlags… aber dann beschloss er überraschend, dass er doch erst eine Zigarette rauchen wollte. Nachdem er sich eine angezündet hatte, sie geraucht und auch die nächsten zwei, drei ausgedrückt hatte, war er so zappelig, dass es ihm schon regelrecht in den Fingern juckte zu erfahren, was Angel als Antwort auf seinen Brief wohl geschrieben hatte. Er öffnete seinen metaphorischen Riegel und steckte seinen Finger unter die Lasche des Umschlags, um ihn zu öffnen. Er zog einen einzelnen Bogen dicht beschriebenen Papiers hervor.


Das war der wohl angenehmste Brief, den ich seit langem bekommen habe… ich danke dem Gott, der mich die meiste Zeit nicht besonders zu mögen scheint. Ich habe es auch versucht, Spike. Ich habe sogar versucht, es in meinem Brief an Dich zu rationalisieren… aber wen habe ich schon versucht zu überzeugen? Es hat einfach nicht funktioniert, nicht wahr? Du hast mich mit Deinem bedürftigen, anhänglichen Wesen einfach zu sehr abgelenkt… ich meine "Tests", Spike? Wie würde Cordelia dazu sagen… DUH! Das bin ich einfach nicht! Ich habe wohl einfach nur versucht ein Gefühl wieder aufleben zu lassen, das ich früher einmal für Dich als Dein Sire empfunden habe. Und das Ergebnis war, dass ich Dich wie ein Baby umschwänzeln musste. Du vereinnahmst einen einfach total, Spike… wie können die in Sunnydale denn bloß mit Dir klarkommen?

Ich liebe Dich nicht… Shit, die meiste Zeit kann ich Dich nichtmal besonders gut leiden.

Ich habe jetzt ein ganz gutes Leben hier. Okay, ich gebe zu, dass ich ein wenig einsam war und für eine Sekunde, als ich neben Dir im diesem Bett lag, an die gute alte Zeit zurückdenken musste. Aber Spike, ich wollte, dass Du mir die Schuhe putzt, nicht dass Du mein ganzes Leben umkrempelst.

Ich bin nicht verbittert, Spike. Ich hatte einige ziemlich gute Orgasmen, und das sollte man heutzutage nicht unterschätzen, nicht wahr? Daher wünsch ich Dir noch ein schönes Leben… und das meine ich wirklich. Schau gelegentlich mal vorbei, wenn Du möchtest. Ich treffe immer mal wieder gerne einen alten Bekannten.

Und glaub mir, Spike, ich hasse Dich wirklich nicht. Ich denke nur auch nicht allzu häufig an Dich.


Es war ein glücklicher Umstand, dass Tag war. Spike wurde daran gehindert, wütend durch die Stadt zu rennen um seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Er musste seinen Weg vorsichtig durch die üblicherweise dämonenbevölkerten Tunnels bis hin zu seiner Gruft zurücklegen… aber seine Wut verrauchte nicht. Als er schließlich die unteren Räume erreichte, hatte sie sich zu einem kalten, harten Klumpen in seinem Magen geformt.


Fick Dich, Du verdammtes Arschgesicht, Angel. Ich hasse Dich. Ich werde ganz bestimmt nicht "gelegentlich vorbeischauen", Du Trottel. Was glaubst Du denn was das hier ist? Ich sagte "Wie es war"… Ich hab' vorher NIEMALS an Dich gedacht, und ich werde es auch jetzt nicht tun.

Schieb Dir Deine verfluchte Sympathie in den Arsch. Und ich bin nicht bedürftig oder anhänglich, Du Fungus. Und ganz bestimmt vereinnahme ich niemanden… ich hatte mit Dir noch nicht einmal wirklich angefangen. Du hast nur die Spitze dieses verfluchten Eisberges meiner Kapazität zu Lieben gesehen. Ich wollte meine Liebe nur einfach nicht an Dir vergeuden! Und ein Eisberg ist sowieso eine beschissene… wie heisst es nochmal…? Anthologie, denn Eis ist viel zu kalt und meine Liebe ist sicherlich nicht KALT… oh fick Dich, Angel… lass Dir die Haare machen oder sonstwas.


Nachdem er dieses Schreiben aufgegeben hatte, blieb Spike dem Zauberladen erstmal fern. Er ging nicht hin um irgendwelche Briefe abzuholen, denn dann würde er Angels verfluchte Ergüsse auch nicht lesen müssen. Er brodelte jedoch vor Wut, als Harris am nächsten Tag mit Angels Antwort vorbeikam. Auch das Grinsen, das Harris dabei im Gesicht hatte, half Spike nicht gerade dabei sich zu beherrschen. Die Tatsache, dass er dem grinsenden Einfaltspinsel nicht einfach eine reinhauen konnte, setzte seiner überwältigend schlechten Laune nur noch eins drauf. Unlogisch oder nicht, nachdem der Brief jetzt nun mal angekommen war, war Spike der Meinung, dass er ihn auch lesen müsse. Er braucht dazu nicht besonders lange.


Analogie


Es ist wohl nicht notwendig zu erwähnen, dass die Toten auf dem Friedhof von Sunnydale an diesem Abend mit einem Zuwachs ihres Vokabulars begünstigt wurden. Als Spike endlich fertig war mit dem Schimpfen, dem Toben und dem Fluchen, kritzelte er eine Antwort aufs Papier.


Leck mich, Angel! Schreib mir nie mehr. Ich werde nicht in den Laden gehen. Ich werde meine Tür für keinen verfluchten, hilfreichen Briefträger mehr öffnen und ich werde Deine Briefe bestimmt nicht mehr lesen. Und wenn Du nicht mehr als ein verfluchtes Wort zustande bringst, dann schreib lieber überhaupt nicht.


Er brauchte Vorräte aus dem Laden. Es gab keinen anderen Grund dorthin zu gehen. Er musste schließlich hingehen, um auf dem Laufenden zu bleiben, nicht wahr? Daher… war es denn seine Schuld, wenn er zufällig dort war, als der Postbote gerade kam?


Mehr als nur ein Wort also? Worüber soll ich denn schreiben? Fred vermisst Dich. Ich bin aus irgendeinem Grund ziemlich rastlos, und ich habe das Zimmer gestrichen, das ich Dir gegeben hatte. Jetzt, wo Du es nicht mehr brauchst, dachte ich, dass ich es ein wenig aufpolieren könnte.


Spike schrieb seine Antwort auf diesen Brief sofort, während er im Zauberladen am Tisch saß.


Welche Farbe?


Am nächten Tag blieb er absichtlich den ganzen Tag hindurch im Geschäft, um auf die Antwort zu warten.


Blutrot. Boden, Decke, Wände.


Auf seinem Weg zum Laden hatte er sich selbst zu einigen Postkarten verholfen, die die Leichenhalle von Sunnydale zeigten. Er wusste, Angel würde die Ironie bestimmt zu schätzen wissen. Daher benutzte er eine von ihnen für seine Antwort.


Bloody Hell.


Als Angels Antwort "In der Tat" kam, hatte er im Kopf bereits sein nächstes Schreiben fertig.
Daher fasste er sich ein Herz und brachte es zu Papier.


Das würde ich gerne sehen.


Er erhielt die Antwort, auf die er gehofft hatte.


Warum tust Du es dann nicht?


Angst kann lähmen… aber Liebe noch viel mehr. Spike hatte die zweite dieser beiden Emotionen bislang noch nicht verspürt, bis zu diesem Zeitpunkt. Als er versucht zu antworten, wurde er von all den Gefühlen überwältigt, die ihn in erster Linie dazu bewegt hatten, Angel zu verlassen. Daher zerriss er seinen ersten Brief wieder und schickte statt dessen einen anderen.


Nein, ich hab’s Dir gesagt. Wie es war. Angel, Du brauchst mich nicht in deinem Leben. Ich bin ein Risiko. Ich bin beschädigt. Komm schon, Kumpel, ich hab’ selbst gesehen, wie Du verletzt wurdest, weil Du zu sehr damit beschäftigt warst, an mich zu denken. Du hättest fast vergessen, worum es wirklich geht. Was wäre gewesen, wenn es Fred erwischt hätte? Was wäre, wenn die Seher-Tussi ins Gras gebissen hätte, nur weil Du damit beschäftigt warst um mich herumzuschwänzeln?


Er erwartete nicht wirklich eine Antwort auf diesen Brief. Wieviel Nachsicht konnte er von Angel schon erwarten?
Offenbar mehr, als er seinem Sire zugetraut hätte.


Du hast mein Leben hier vor Willows Zauber nicht gesehen, Spike. Seit ich hierher kam, hat es mich schon so oft erwischt. Ich wurde gefoltert (und ich spreche hier nicht von den paar Schürhaken unter Freunden, mit denen Du mich unterhalten hast); ich bin in die Hölle und zurück gegangen (im wahrsten Sinne des Wortes); ich habe getötet, verstümmelt, und Leute verloren, die ich liebte. Himmel nochmal, Spike, Freitag war ein guter Tag. Cordelia wäre nur FAST getötet worden, ich habe nur eine Bauchwunde davongetragen. Das ist ein echt guter Tag für Angel Investigations, glaub mir.


Spike bekam langsam das Gefühl, dass Angel nicht wirklich verstand, worauf er hinauswollte, daher beschloss er es noch deutlicher zu machen.


Okay… aber ich hab’ Dich gesehen, Angel, als ich auf dem Bett lag und diese verdammten Schmerzen hatte… ich konnte noch immer hören und sehen… Du bist fast durchgedreht, Angel. Du hast auch gelitten, und ich will das nicht. Fuck, Du warst auf dem besten Weg Dich selbst zu pfählen… und bestreite das jetzt bloß nicht. Ich komme nicht zurück, und das ist mein letztes Wort. Hör’ auf mir zu schreiben.


Er wartete den ganzen Tag über auf die Antwort, von der er gesagt hatte, dass er sie nicht wollen und nicht lesen würde.


Spike, dies war ein guter Tag, was mein Level an Angst und Schmerzen betrifft. Ja, ich war drauf und dran erst Dich, und dann mich selbst zu pfählen. Das ist ein normaler Freitagabend für mich (dass ich darüber nachdenke, mich selbst zu pfählen meine ich, nicht Dich) (Dich zu pfählen… daran denke ich am Sonntagmorgen, wenn ich Wäsche wasche) (und dazu würde ich dann keinen Pflock aus Holz benutzen).


Spike war sich nicht ganz sicher, was hier gerade passierte. Er war so verwirrt, von Angels ruhiger, besonnener Hartnäckigkeit, dass er – trotz all seiner besten Vorsätze ihn abzuschrecken – einen Brief schrieb, der wohl der schmerzhafteste war, den er jemals verfasst hatte. Es war, als ob er Angel sein Herz schicken würde. Nachdem er ihn einmal abgeschickt hatte, konnte er nicht mehr kontrollieren, wie es mit seinem Leben weiterginge.


Also, hast Du es nicht so gemeint, als Du in deinem Brief geschrieben hast, dass Du mich zu bedürftig und zu anhänglich findest, und dass Du mich nicht leiden kannst? Und dass Du mich nicht liebst?


Er trug Angels Antwort einige Tage in seiner Tasche umher, bevor er den Mut aufbringen konnte, den Brief zu öffnen.


Welchen Brief meinst Du? Meinst Du den, den ich als Antwort auf Deinen total offensichtlichen "Ich werde Angel jetzt zurückweisen, weil ich Angst um ihn habe"-Brief geschrieben habe? Ist das der Brief, auf den Du dich beziehst? Spike… hast du ernsthaft geglaubt, dass ich Dir das abnehme??? Aber ich bin froh zu sehen, dass Du Dein Terrain nach wie vor gut bewachst.


Spikes Erleichterung war durchsetzt mit berechtigtem Ärger darüber, dass er nicht wusste, ob er nun lachen oder weinen sollte, ob er das Papier nun küssen, oder es in kleine Fetzen zerreissen und in den Nachthimmel werfen sollte.


Du verfluchter Mistkerl, Angel. Du wusstest es. Du wusstest, dass mein Brief nur Lügen waren? Du wusstest es, und hast mir diesen pissigen Brief geschrieben, der mich in einen genauso erbärmlichen und poofigen Haufen verwandelt hat, wie Du selbst einer bist?
Du steckst ja sowas von in der Scheiße, Kumpel. Dieses verdammte Zimmer wird einen weitaus interessanteren Rot-Ton haben, wenn ich mit Dir fertig bin. Ich werd Dir mein verdammtes Terrain in Deinen erbärmlichen Arsch schieben.


Wann?


Spike erhielt diesen letzten, langen, gut durchdachten Brief nicht mehr, denn er war schon auf dem Weg nach L.A. Er kam spät in der Nacht an und ging geradewegs nach oben in sein Zimmer und musste grinsen, als er den "Blutbad auf dem Schlachthof"-Effekt bewunderte, den Angel erreicht hatte. Er wandt sich um und machte sich auf den Weg in Angels Zimmer. Er zögerte, als er in der Tür stand, da er spürte, dass Angel in der Dunkelheit wachlag. Lautlos ging er hinein und zog sich langsam seine Kleider aus. Er wusste, dass er beobachtet wurde. Er glitt unter die Decke und drehte sich zu Angel. Er wollte ohne Unterbrechung wieder an diesem Kuss ansetzen, mit dem Angel ihn damals hindern wollte zu gehen. So, als ob die vergangenen Wochen, die sie getrennt verbracht hatten, niemals geschehen wären.

Langsam öffnete er seinen Mund und ließ ihn zärtlich auf Angels sinken. Er fuhr mit seiner Zunge über die weichen, vollen Lippen und verlangte Einlass. Dann vertiefte er den Kuss. Angel erwiderte sein Verlangen und drehte sich ein wenig zur Seite, so dass auch er seine Arme fest auf Spikes Rücken legen konnte. Er ließ seine Hände über das knochige, harte Rückgrat wandern und Spike bäumte sich vor Lust entgegen und seufzte, als er diese intime Zärtlichkeit genoss. Angel festigte seinen Griff und zog Spike an sich, so dass er auf seinem Körper zum Liegen kam. Spike legte seine Hände in Angels fast schon warme Achselhöhlen und drückte die starken Arme nach oben, um sie über Angels Kopf auszustrecken. Dann ließ er seine Hände genießerisch über die gesamte Länge wandern, bis er bei Angels Handgelenken angekommen war, die er fest umklammerte. Er blickte nach unten auf den Mann, der unter ihm gefangen lag, und lächelte. Es war sein erstes Lächeln seit Wesleys Party und es fühlte sich gut an. Er hielt Angels Handgelenke in einer Faust fest, während er sich hinüber zur Nachtkommode beugte und eine Tube Gleitgel herausnahm. Er ließ seine Augen keine Sekunde von Angel ab, während er ein wenig Lotion herausdrückte und sie auf seinem steifen Penis verteilte. Wieder seufzte er und musste einen Moment lang seine Augen schließen. Die Erwartung in Angels Körper zu stoßen, war fast zuviel für ihn. Er ließ Angels Arme los und lag einfach nur einige Sekunden lang ruhig da, während er sein Gesicht an Angels breiten Brustkorb presste und versuchte, seinen pulsierenden Ständer wieder in den Griff zu bekommen. Mit aller Willenskraft, die ihm zur Verfügung stand, zwang er den Orgasmus zurück, der bereits so früh an die Oberfläche drängte. Fast hätte er es geschafft seinen explosiven Höhepunkt zu verhindern, als er plötzlich fühlte, wie Angel zärtlich an seinen Haaren zog und ihm mit leiser, tiefer Stimme ins Ohr flüsterte: "Lass es kommen, Spike. Ich will dir dabei zusehen."

Spike hob den Kopf und sah Angel an. Sie beide mussten an den Zauber denken und daran, wie Angelus seinem Childe dabei zugesehen hatte, wie er sich selbst befriedigte. Nur Spike erinnerte sich jedoch daran, dass er schon damals nicht beim Gedanken an Angelus oder Buffy gekommen war, sondern beim Gedanken an Angel. Dass er beobachtet wurde, hatte ihn damals nicht gestört - jetzt jedoch verspürte er eine leichte Scham. Die Erkenntnis, dass Angels Anwesenheit ihn beschämen konnte, machte ihn merkwürdigerweise glücklich. Ein weiteres Mal hatte er das Gefühl, dass dies für sie beide ein Neuanfang war. Sie hatten ihre Lügen und Ängste in ihren Briefen offengelegt, und damit auch das letzte Überbleibsel der Vergangenheit beseitigt. Sie waren endlich frei.

Er nickte leicht und setzte sich rittlings auf Angels Bauch. Er nahm seinen Ständer in die Hand und spürte das kühle Gel in seiner Faust. Er sah nach unten, als er begann sich selbst zu reiben, aber Angel hob die Hand und drückte sein Kinn nach oben, so dass er ihm dabei in die Augen sah. Angel hob verführerisch eine Augenbraue, und Spike lächelte ein kleines, beschämtes Grinsen. Angel strich mit seinem Daumen über Spikes Wangenknochen, und Spike lehnte sich dankbar in diese kleine zärtliche Berührung hinein.

Er fuhr fort seinen Schwanz zu bearbeiten und rieb mit seiner Handfläche über die empfindliche Spitze, nur um gleich darauf wieder mit der Faust bis nach unten zur festen Wurzel zurückzufahren. Die ganze Zeit hindurch hielt er seine Bewegungen aufrecht und betrachtete Angels Gesicht. Aber erst als Angel seine Hand auf Spikes Oberschenkel legte, konnte Spike spüren, wie seine Hoden anschwollen und wie sich der kalte Samen sammelte um sich auf den nahenden Höhepunkt vorzubereiten. Angel hatte seine Hand eigentlich nur leicht auf Spikes Bein legen wollen, aber als seine Finger diesen festen, harten und durch und durch männlichen Muskel berührten, blickte er verwundert nach unten. Zum ersten Mal wurde ihm wirklich bewusst, dass dies hier der Körper eines Mannes war, mit männlichen Bedürfnissen und männlichen Sehnsüchten, genau wie sein eigener. Er ließ seine Hand von Spikes Knie bis zum Schritt wandern, wo er mit ihr das weiche Nest aus Haaren berührte und gemeinsam mit Spikes Faust dessen harten Ständer bearbeitete. Dann zog er sie wieder zurück und ließ sie noch einmal nach unten über diesen fast stahlharten Muskel fahren. Spike beobachtete verwundert, wieviel Vergnügen Angel bei dieser offenbar so simplen Geste verspürte. Es brachte ihn zum Höhepunkt.

Mit einem lustvollen Stöhnen vergoß Spike seinen Samen auf Angels Oberkörper. Er hielt sich mit einer Hand an Angels Schulter fest, lehnte sich über ihn und entleerte all seine aufgestauten Bedürfnisse auf das glatte, harte Fleisch. Auch Angel setzte sich ein wenig auf und ließ seine Hände mit schnellen, fahrigen Bewegungen über Spikes Oberschenkel streichen, als ob er ihm dadurch helfen wolle, den Samen aus seinem Körper zu pumpen. Fasziniert sah er dabei zu, wie der winzige Schlitz in Spikes blutrotem Peniskopf anschwoll und wie die Spitze zu glitzern begann, bevor er seine beachtliche Ladung auf ihn abspritzte. Er sah nach oben und erblickte Spikes Gesicht, das in purer Lust verzerrt war und ein lauter, langgezogener Seufzer entglitt aus der Tiefe seines Herzens. Spike sah zu ihm auf und es schien, als ob es Angels Seufzen war, der sie beiden an den Ort brachte, wo es plötzlich nichts anderes mehr gab als den sexueller Drang und die verzweifelte Begierde nach dem Körper des anderen.

Angel warf Spike auf den Rücken und wälzte sich auf ihn, wobei er ihre Oberkörper aneinander rieb um so den kühlen, trocknenden Samen zwischen ihnen zu verteilen. Spike warf seinen Kopf von einer Seite auf die andere. Es war, als ob die Flut ihn überrollte und ihn gänzlich verschlang. Er konnte den tiefen Duft des Ozeans von dem Gel riechen, er roch sein eigenes Sperma, er roch Angels frisch gewaschene Haare und er fühlte, wie Angel immer wieder wie eine riesige Meereswelle gegen ihn stieß. Er hob seine Beine nach oben und legte sie auf Angels Schultern. Diese unerwartete Einladung entlockte Angel nur noch ein weiteres Stöhnen und er drückte die harten Schenkel weiter hinauf, bis Spikes zarter Eingang direkt vor ihm offenlag. Er presste sein Gesicht in das süße rosige Fleisch, leckte, biss und seufzte seine Lust laut heraus. Spike drückte mit seiner Hand nur noch zusätzlich gegen Angels Hinterkopf, um die Reibung zu erhöhen, um die Penetration zu vertiefen und um einfach noch mehr von Angel zu spüren. Als Angels kühle Zunge in ihn eindrang, entglitt Spike ein freudiges Zischen und er begann damit, seine Hüften im Rhythmus mit Angels Zungenbewegungen zu heben und zu senken, um ihn so noch tiefer in sich aufzunehmen.

Spike wusste, dass Angel sich verzweifelt nach Erleichterung sehnte, und er wollte diese Erleichterung in seinem Körperinneren fühlen. Er wollte das Gefühl von Angels kühlem Samen an seinen Wänden erleben. Er vergrub seine Finger in Angels Haaren und zog dessen Gesicht von seinem Unterleib weg. Er setzte sich auf, nahm Angels Ständer in seine Hand und ließ dadurch nicht den geringsten Zeifel offen, wo er ihn spüren wollte. Angel suchte die Tube Gleitgel, die sie vorher so achtlos beiseite geworfen hatten, und cremte Spikes Pobacken und seine zarte Öffnung großzügig mit der Lotion ein. Ohne irgendwelche weitere Vorbereitung drang er mit einem harten, drängenden und verzweifelten Stoß in Spike ein.

Ein tiefer langezogener Seufzer entglitt seinen Lippen, als er sich dem intensiven Gefühl hingab, das er spürte, als er sich in Spikes enger Öffnung bewegte. Aber es war mehr als nur das. Er blickte nach unten und sah auf Spikes Waschbrettbauch, sein wunderschönes Gesicht, das diesmal in Lust und nicht in Schmerz verzerrt war, und er wusste, was Spike bei dieser tiefen, ausladenden Penetration fühlen musste. Angel versenkte die gesamte Länge seines Schwanzes in Spikes Körper, bis seine dunklen, widerspenstigen Locken gegen Spikes glatte, feste Pobacken gepresst waren. Dann bewegte er sich wie in Zeitlupe leicht von einer Seite auf die andere um das Gefühl zu genießen, das entstand, als seine Vorhaut immer wieder über die Spitze seines Ständers hin und hergezogen wurde.

Dann begann er sich langsam zurück zu ziehen. Erst fünf Zentimeter, und wieder glitt er in Spikes Körper hinein, dann zehn Zentimeter, und wieder zurück, dann fünfzehn Zentimeter, und ein weiterer Stoß folgte. Zum Schluß zog er seinen Ständer bei jedem Mal fast vollständig aus Spikes Öffnung heraus um ihn dann mit harten, unaufhaltsamen Stößen immer wieder zurückzutreiben. Spikes Lustschreie brachten Angel schließlich auf einen Gipfel der Leidenschaft, den er noch nie zuvor erlebt hatte. Immer wieder warf er sich gegen Spike und presste sich in diesen knochigen, harten und männlichen Körper hinein. In seinem Kopf konnte er einen tiefen, regelmässigen Laut hören, und das Geräusch klang wie die Brandung, die die Wellen an endlosen Stränden immer und immer wieder gegen die Klippen rollen ließ. Mit Verzückung erkannte er, dass es das Blut war, das durch seinen toten Körper rauschte. Seit dreihundert Jahrem war er einem Puls nicht mehr so nahe gewesen. Er warf seinen Kopf zurück und versteifte sich gegen Spikes Körper, und es schien, als ob er seinen Blick starr auf etwas an der Decke gerichtet hätte. Er schrie ein leidenschaftliches "Ja" als sich sein gesamter Körper an diesem unglaublichen Höhepunkt beteiligte, während er seinen Samen in Spikes Körper vergoss.

Das Gefühl eines Pulses und eines Blutkreislaufes wurde dadurch nur noch verstärkt und er konnte fühlen, wie seine Zehen bei diesem intensiven Orgasmus zu prickeln begannen. Er spürte, wie seine Hoden glühten, wie sie anschwollen und pulsierten. Er fühlte, wie sich sein Bauch zusammenkrampfte, während all seine schon so lange tote Muskeln ihren Beitrag zu diesem überwältigenden Orgasmus leisteten.

Um seine Illusion von Leben noch zu vervollständigen, begann Angel zu keuchen, und saugte in langsamen, zögerlichen Versuchen die Luft, die er nicht benötigte, in seine toten Lungen ein… und noch immer floß sein Samen in Spikes Körper. Sie waren beide darin gebadet, während er sich immer weiter in Spikes gedehnte und volle Öffnung ergoss.

Angel ergriff Spikes Hand und presste sie gegen die Mulde an seinem Hals. Er wollte versuchen, Spike zu zeigen, wie sein Körper durch diese Vereinigung zum Leben erwachte. Spike legte jedoch nur seinen Handrücken zärtlich auf Angels Wange, wie um ihn zu versichern, dass er ohnehin genau verstand.

Als Angel seinen letzten Tropfen Sperma vergossen hatte sank er zurück auf die Knie und blickte eine Zeitlang ehrführchtig auf seinen Penis, der noch immer teilweise in Spikes Körper vergraben war. Er sah dunkel, wund und rot aus und bildete einen starken Kontrast zu Spikes makelloser blasser Haut. Tropfen von Samenflüssigkeit liefen zwischen ihnen herunter und Angel fing sie mit seinem Finger auf, um sie in Spikes Hoden einzumassieren. Spike seufzte genießerisch und richtete sich auf seine Ellbogen auf, um ihm dabei zuzusehen. Ein weiteres Mal begann Angel damit, in Spikes weiche, samengetränkte Öffnung zu gleiten. Diesmal versuchte er Spikes Prostata mit jedem Stoß zu stimulieren. Er wusste, dass er die Stelle gefunden hatte, als Spike zu stöhnen begann und eine Hand zu seinem Schwanz flog. Angel ließ zu, dass Spike es sich selbst machte, denn er wollte gerne noch einmal dabei zusehen. Er bezweifelte, dass er von diesem Anblick jemals genug bekommen würde. Mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit und Vorfreude erkannte er plötzlich, dass es sehr wahrscheinlich war, dass er Spike in Zukunft jeden Tag mehrmals dabei zusah.

Angel fuhr damit fort Spikes Sack immer weiter mit dem klebrigem Samen zu benetzen, wobei er die runden Hoden zärtlich zwischen seinen Fingern hin und herrollte, während er die weiche Haut massierte. Als Spike mit seiner Faust an seinem Schwanz herunterfuhr, trafen sich ihre Hände und sie sahen sich einen Moment lang mit einem Ausdruck der Verwunderung an. Es war für beide schwer zu begreifen, dass sie nun tatsächlich gemeinsam hier sein sollten. Angel lehnte sich noch näher an Spike und presste so Spikes Hoden zwischen ihren Körpern zusammen. Dies veranlasste Spike dazu, den Griff um seinen Ständer zu festigen. Angel wusste, dass sein Childe kurz davor war zu kommen. Er sah, wie die dicke Vene an der Unterseite von Spikes Schwanz anschwoll und pulsierte, und er sah, wie Spike seinen Kopf zurückwarf um sich auf diesen, fast schon schmerzhaften Höhepunkt vorzubereiten. Instinktiv beugte sich Angel nach vorne und legte seine Lippen zärtlich um den traubenroten Peniskopf. Freudig begrüsste er die schwellende Wärme in seinem Mund. Spikes Lippen englitt ein tiefer, intensiver Ton, der in keiner Sprache der Welt eine Bedeutung hatte, und er kam genussvoll und heftig in Angels wartenden Mund. Er setzte sich auf und presste Angels Gesicht noch näher an seinen Unterleib, während er sich mit den Hüften aufbäumte und immer weiter in den willigen und unerwarteten Mund hineinstieß. Er vergoss weitaus mehr Samen, als Angel jemals hätte schlucken können, daher flossen die Tropfen ungehindert nach unten und glitzerten auf Spikes dunklen Locken wie der frühe Morgentau auf einer Wiese.

Als er auch den letzten Tropfen Sperma vergossen hatte, ließ sich Spike zurück aufs Bett fallen, und sein Penis glitt aus Angels Mund an die kühle Luft. Angel legte sich auf ihn und presste seinen Kopf auf Spikes feuchte, nach Moschus duftenden Locken. Er drückte seine Nase tief in Spikes Geschlecht, als ob er sich den Duft seines Childes auf diese Weise für immer im Gedächtnis einprägen wollte. Er hörte wie Spike anfing zu lachen, und nahm sein Gesicht aus dieser intimen Körperstelle.

Spike hob den Kopf und spähte zu Angel hinunter. "Du stehst auf diesen Geruch, oder Poof?"

Angel lächelte ihn an. "Ich habe einen Puls gespürt, Spike. Wie die Brandung, als ich… als ich in dir gekommen bin." Er sah hinüber zu der inzwischen leeren Tube. "’Passion of the Sea’, hey?"

"Schien mir eher wie ‚Passion of the fucking Storm’ nachdem ich gegangen war, Pet."

Angel wusste, dass Spike auf seine eigene Art versuchte zu erklären, weshalb er den Brief geschrieben hatte. Angel lächelte ihn aufmunternd an. "Auf lange Sicht war es sicherlich der perfekte Sturm."

Spike schüttelte den Kopf und versuchte Angel klarzumachen, was er meinte. "Nein, es war, als ob ich verloren wäre, Angel. Ich hatte so furchtbare Angst."

"Ich hatte auch Angst, Spike. Bis ich deinen Brief bekam."

"Was? Mein ‚Fick dich und stirb’-Brief war gut?"

"Naja, soweit würde ich jetzt nicht gehen, aber als ich ihn gelesen habe, wusste ich, dass alles wieder in Ordnung kommen würde."

"Aber woher wusstest du das? Woher wusstest du, dass das alles nur verdammte Lügen waren? Woher wusstest du, dass ich nur versucht habe, dich wegzustoßen, um…"

"Um mich zu retten?"

"Yeah, ich schätze, ich habe vesucht den Retter zu retten. Ganz schön erbärmlich, oder? Also, woher wusstest du es?"

"Weil jedes Wort, das du geschrieben hast, zu mir geschrien und mir gesagt hat, dass du verloren bist und dass du willst, dass ich dich finde."

Spike legte sich zurück auf das Bett und kreuzte die Arme hinter dem Kopf. Er starrte mit leerem Blick an die Decke des dunklen Zimmers. Er dachte darüber nach, wie Angel auf seinen Brief geantwortet hatte. Wie er ihn geschickt dazu verleitet hatte, wieder und wieder zu schreiben, bis er letztendlich die Ursache des Problems aus ihm herauskitzeln konnte. Aber was er noch immer nicht verstand, war, woher Angel überhaupt wissen konnte, dass er gelogen hatte. Er hatte eigentlich gedacht, dass sein Brief ziemlich vernichtend gewesen war. Er hätte ihn für bare Münze genommen.

"Okay, du hast mich durchschaut, aber wie hast du das angestellt? Woher wusstest du, dass ich verloren war und dass ich wollte, dass du mich findest?"

"Ich hab’ die Karte benutzt, die du mir dagelassen hast."

"Karte? Wo?"

Angel drehte sich um, so dass auch er auf dem Rücken lag, aber er nahm seinen Kopf noch immer nicht von dem harten, verführerischen Bauch herunter. Er starrte an die Decke. "Du schaust gerade darauf."

Sie beide sahen nach oben und studierten den Beweis von Spikes Liebe eine lange Zeit hindurch, bis das sanfte Leuchten der Sterne die Kraft des geborgten Lichtes verloren hatte, selbst für ihre übernatürlich scharfen Vampiraugen.

Angel schien schon beinahe eingeschlafen, als er sich plötzlich umdrehte und noch einmal an Spikes Körper entlangkroch, um ihn mit einer Reihe sanfter Küsse zu verwöhnen. Mit einem innerlichen Seufzen war sich Spike sicher, dass Angel ihn nun zwingen würde, noch mehr Selbstanalyse zu betreiben. Es war einfach zu anstrengend für einen einfachen Dämon wie ihn. Alles, was er jetzt tun wollte, war darüber nachzudenken, wie er seine Sachen am besten nach L.A. schaffen würde, und was er mit dem blutroten Zimmer anstellen könnte, um es sich ganz zu eigen zu machen. Dies waren wichtige Dinge, die entschieden werden mussten, jetzt, wo er sich entschlossen hatte, dass seine Zukunft hier bei Angel lag. Er wartete, dass Angel mal wieder fragen würde, wohin sie diese Nacht nun führen würde. Er wartete auf ein langes Gespräch über Liebe. Er wartete auf die große Gefühlsangst, das Brüten und die offensichtlich rhethorischen Fragen, bei denen er sich aber trotzdem zum Versuch einer Antwort verpflichtet fühlen würde. Dies alles jagte Spike Angst ein. Es schien ihm, als ob das, was jetzt gesagt werden würde, die Zukunft ihrer Beziehung besiegelte. Als ob dieser Moment darüber entschied, wie sie zusammen leben könnten.

Angel beendete seine lange, langsame Reise von Küssen und lehnte sich über Spike. Er drückte einen Kuss auf diesen zögerlichen Mund vor ihm und flüsterte sanft in Spikes Ohr: "Um nochmal auf deinen Brief zurück zu kommen, du findest mich also hübsch, ja?"


~Ende






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